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Gemeinsam mit dem FDP-Bundestagsabgeordneten Christian Sauter aus dem Kreis Lippe haben Vertreter des FDP-Stadtverbands Schloß Holte-Stukenbrock, sowie des Gütersloher Kreisverbandes die
Firma Strothmann Machines und Handling GmbH in Schloß Holte-Stukenbrock besucht.
Der Sprecher der Strothmann Geschäftsführung, Henning Seffers und die kaufmännische Leiterin des Unternehmens Christina Beckhoff haben interessante Einblicke gewährt. Das Unternehmen mit rund 130
Mitarbeitern ist 1976 gegründet worden und Spezialist vor allem für Pressen-Automation und sogenannte Rund-Schienensysteme, die vom Unternehmen eigens entwickelt wurden. Strothmann agiert
weltweit und zählt namhafte Firmen zu seinen Kunden. Als Tochter der Siempelkamp-Gruppe aus Krefeld zählt auch Strothmann zum klassischen inhabergeführten Mittelstand.
„Der Mittelstand ist das Rückgrat der Deutschen Wirtschaft. Für uns als Politiker ist es wichtig, direkte Kontakte aufzubauen und aus erster Hand zu erfahren, wo es Probleme gibt bzw. wie wir
helfen können. Insofern sind wir immer dankbar dafür, wenn Verantwortliche aus der Wirtschaft sich mit uns treffen und austauschen.“ erläutert Patrick Büker, FDP-Kreisvorsitzender, die Intention
des Besuchs.
Henning Seffers nutzt diese Gelegenheit gerne und gibt Christian Sauter einige Denkanstöße mit nach Berlin: „Wir haben hier und da den Eindruck, dass die Politik den Mittelstand erdrückt.
Zusätzliche Bürokratie durch neue Gesetze und Vorschriften, Dokumentationspflichten oder die Datenschutzgrundverordnung sind da nur einzelne Beispiele. Unternehmen wie unseres haben nicht die
personelle Infrastruktur, solche Zusatzaufwendungen mal eben zu stemmen. Wir fordern die Politik zum Umdenken auf. Der Mittelstand sollte Bürokratie entlastet werden, damit er sich auf seine
Kernaufgaben, nämlich die Sicherung von Arbeitsplätzen durch die Entwicklung innovativer Produkte, konzentrieren kann.“ Als weitere wichtige Aufgabe sehen die Unternehmensvertreter die
Bereitstellung von digitaler Infrastruktur, d.h. schnelles Internet sowie stabile, leistungsfähige Mobilfunknetze.
„Die Hinweise, die Sie mir geben, kann ich sehr gut nachvollziehen. Bei so gut wie allen Unternehmensbesuchen, die ich absolviere, werden diese Themen angesprochen. Für uns als Freie Demokraten
ist die Stärkung und Entlastung der Wirtschaft vor Ort ein zentrales Anliegen. In NRW sind damit seit dem Start der schwarz-gelben Landesregierung auf einem guten Weg. In Berlin müssen wir
großen Koalition auf die Füße treten.“ versprach Sauter den Unternehmensvertretern.
Im Anschluss haben sich die Freien Demokraten zum FreiGespräch im Holter Schloßkrug versammelt. Christian Sauter berichtete über sein erstes Jahr als Abgeordneter in Berlin und aus seinen
Fachbereichen. Sauter ist Mitglied des Verteidigungsausschusses und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur des Bundestages. Die Bundeswehr steht aus seiner
Sicht vor großen Herausforderungen und Umwälzungen. Die Ausrüstungssituation ist vielfach nicht gut. So war im vergangenen Jahr zeitweise keines der U-Boote der Marine einsatzfähig. Die Freien
Demokraten wollen hier aus der Opposition heraus Impulse setzen. „Mehr Geld alleine wird das Problem nicht lösen. Wir brauchen vor allem ein Umdenken bei Prozessen und Verwaltung der Bundeswehr“,
sagt Sauter im Hinblick auf die aktuelle Debatte über die Erhöhung des Wehretats. Trotzdem müsse auch strukturell mehr in die Ausrüstung der Bundeswehr investiert werden.
Thorsten Baumgart, Fraktionsvorsitzender der FDP im Rat der Stadt SHS begrüßt die Einigung der Briten mit der Bundeswehr auf die weitere Nutzung der Senne als Truppenübungsplatz: „Die
FDP-Fraktion in Berlin sollte sich dafür starkmachen, dass das eine dauerhafte Lösung bleibt. Das wäre für die schützenswerte Natur in der Senne und auch für den Bundewehrstandort Augustdorf als
wichtigen Arbeitgeber der Region ideal. Die Senne ist eine Kulturlandschaft, die erst durch den regelnden Eingriff des Militärs zu der heutigen Landschaft geworden ist“.
Zur aktuellen Debatte über Dieselfahrverbote hat sich Christian Sauter für die FDP-Bundestagsfraktion klar positioniert: „Es darf keine Fahrverbote geben. Fahrzeuge, die aufgrund von
Fehlverhalten der Industrie nicht die Grenzwerte einhalten, müssen auf Kosten der Industrie umgebaut werden. Messstationen müssen hinsichtlich ihrer Standorte und der Messmethoden überprüft
werden. Man muss auch die Frage stellen, ob die niedrigen Grenzwerte in der EU einer wissenschaftlichen Überprüfung standhalten.“
Gerhard Blumenthal ist Stadtverbandsvorsitzender der FDP in SHS und hat einen einfachen Appell an Herrn Sauter: „Die Leute wenden sich mehr und mehr von der Politik ab, weil sie das Gefühl haben,
dass außer großen Ankündigungen nichts passiert. Es muss bei den Fragen, die die Menschen bewegen, wieder ein klares Handeln der Politik erkennbar werden“. Als Beispiel nennt Blumenthal Maßnahmen
zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung in ländlichen Regionen.